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Inklusion beginnt im Kopf - es ist normal, verschieden zu sein!

Inklusion – genauer noch Soziale Inklusion – diese Wörter schwirren seit einiger Zeit durch die breite Medienlandschaft in Deutschland. Doch was ist darunter zu verstehen, was verbindet die Lebenshilfe Syke damit und wie ist ihre Einschätzung und Haltung dazu? Dieser Artikel soll ein wenig Aufschluss geben. Ein wenig deshalb, weil derzeit nicht absehbar ist, was die Zukunft genau bringt. Verschiedene Prognosen liegen weit auseinander. Deshalb ist Inklusion ein Thema, was uns auf Dauer  beschäftigen wird und uns als Lebenshilfe Syke auch schon in der Vergangenheit beschäftigt hat.  

 

Was bedeutet Inklusion?

Die Inklusion beschreibt die Gleichwertigkeit eines Menschen, ohne dass dabei Normalität vorausgesetzt wird. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Der Begriff steht also für eine Gesellschaft, die niemanden ausgrenzt. Die Forderung nach Sozialer Inklusion ist erfüllt, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert ist und in vollem Umfang an ihr teil hat. Stichwort Barrierefreiheit. Damit ist aber nicht nur der treppenfreie Zugang zu Gebäuden oder die Verbesserung des Angebots von behindertenfreundlichen Toiletten gemeint. Barrierefreiheit muss vielmehr in die Gedanken aller Menschen einfließen. Wie muss sich die Gesellschaft verändern, um inklusiv zu sein?  

Inklusion beginnt im Kopf

Inklusion ist daher kein Expertenthema. Wir sind uns darüber im Klaren,  dass Inklusion wichtig für das gesellschaftliche Miteinander ist. Unsere Gesellschaft besteht aus unterschiedlichen Menschen. Sie sind es, die die Gesellschaft prägen. Unterschiedliche Persönlichkeiten machen den Reichtum aus – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Alter, ethnischer oder sozialer Herkunft. Inklusion kann aus unserer Sicht nur dann gelingen, wenn alle erkennen, dass die Vielfalt der Menschen den Alltag bereichert.  

 

UN-Behindertenrechtskonvention

Um weltweit den Schutz der 650 Millionen behinderten Menschen zu gewährleisten, deren Chancengleichheit zu fördern und die Diskriminierung in der Gesellschaft zu unterbinden, hat die UN (United Nations = Vereinte Nationen) eine Behindertenrechtskonvention beschlossen. Die wichtigsten Thesen daraus: mehr Arbeit, mehr Barrierefreiheit, mehr Bildung, mehr selbstbestimmtes Leben. Dadurch wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die Deutschland mit der Ratifizierung am 26. März 2009 in nationales Recht übertragen hat.  Damit wurde noch einmal klar verankert, dass jeder Mensch mit Behinderung zum Beispiel die Schule oder den Wohnort frei wählen kann. Auch in der Vergangenheit war das bereits möglich. Wir als Lebenshilfe Syke passen ständig unsere Leistungen den verschiedenen Fähigkeiten der von uns betreuten Menschen an und entwickeln spezielle, bedarfsgerechte Angebote für sie und ihre Familien. Sie bekommen von uns die Unterstützung, die sie brauchen, um ihren Lebensalltag meistern zu können. Das wird auch in Zukunft so sein. Wir werden unsere Einrichtungen in diesem Sinne weiterführen! 

 

Lebenshilfe Syke begrüßt und unterstützt Inklusion

Seit einiger Zeit haben wir uns bereits sehr intensiv mit dem Thema Inklusion beschäftigt und auseinandergesetzt. Die Lebenshilfe Syke begrüßt und unterstützt das Thema Inklusion. Wir sehen darin die logische Fortsetzung unserer Arbeit, denn wir verstehen uns als Dienstleister für Menschen mit Behinderungen. Wir tun alles dafür, dass die Betreuten nicht im Alltag „Behindert-werden“, sondern durch und mit uns an der Gesellschaft teilhaben können. Das symbolisiert auch das Lebenshilfe-Logo. Es steht dafür, dass der behinderte Mensch im Mittelpunkt unseres Handelns steht. 

 

Einrichtungen der Lebenshilfe Syke auch in Zukunft wichtig!

Wir sind davon überzeugt, dass auch in Zukunft die Einrichtungen der Lebenshilfe Syke von großer Bedeutung sind und eine sehr hohe Daseinsberechtigung haben werden. Aus unserer Sicht führt die Inklusion  nicht automatisch zu einer Abkehr von Spezialisierung. Denn die Menschen haben die Wahl! Wir stehen mit unseren Angeboten auch weiterhin zur Verfügung. Für unsere Einrichtungen gibt es keinen konkreten Inklusions-Fahrplan. Gemeinsam mit den Mitarbeitern und den von uns betreuten Menschen vor Ort möchten wir überlegen, welche Möglichkeiten es gibt und was in der Praxis umgesetzt werden kann. Wir freuen uns auf die Diskussion, Anregungen und Ideen.  Es ist aus unserer Sicht nicht nur in Zusammenhang mit Inklusion wichtig, sich regelmäßig zu hinterfragen. Sind die Dinge, die wir tun, noch richtig? Kann etwas optimiert werden, können wir zusätzliche Services anbieten oder unser Fachwissen einbringen? Wichtig ist, die bisherige defizitbezogene Betrachtung (zum Beispiel: Der Betreute kann nicht reden oder nicht laufen) hin zu einer Ressourcenorientierung zu bringen. Was kann der Mensch, wo sind seine Stärken und was braucht er, um gänzlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Wie können wir ihn dabei unterstützen?  Wir als Lebenshilfe Syke stellen bei allem was wir tun, den Menschen auch weiterhin in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir wollen für die Menschen da sein, die sonst nicht ausreichend gehört werden. Denn wir brauchen ganz verschiedene Menschen, damit die Welt sich dreht!                  

Vorstand und Geschäftsführung der Lebenshilfe Syke

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aktualisiert: 08.03.2013 13:21 Uhr

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